Ruf!Zeichen 1/2001
Umkehren=Auferstehung
Die Botschaft der Liebe Gottes, die Jesus verkündet,
lautet:
Alle Menschen sind Töchter und Söhne des himmlischen Vaters
(und wir alle sind Geschwister). Als seine Kinder liebt uns Gott
so wie wir sind: mit unseren guten und schwachen Seiten.
Im Sinne dieser Botschaft meint das Wort Umkehren nicht zuerst unsere
Veränderung zum Besseren, als ob wir eine hoffnungsvollere
Zukunft erzwingen könnten, sondern Gott, der immer der Handelnde
ist und der uns zu einem neuen, bewussteren Leben befreien will.
Umkehren heißt dann, dass wir uns Zeit schenken sollen, um
das Wort Gottes zu hören, das Jesus verkündet, und dass
wir uns bemühen mit Freude und Dankbarkeit neue Menschen zu
werden. Wir dürfen das Gehörte meditieren, die Vergebung
empfangen und sie auch weiter schenken. In der Stille können
wir entdecken, wie Gott immer mehr zum tragenden Grund unseres Lebens
wird, unseres Lebens der Liebe. Das allerdings geht nicht von heute
auf morgen; dazu brauchen wir Zeit und Geduld. Wir dürfen auch
erfahren, dass die Umkehr ein Stück erlebtes Sterben ist; Sterben
des Egoismus, damit die Liebe lebt und siegt! Wer das Sterben so
erlebt, versteht dann den Tod als eine letzte Einladung, endgültig
das Todbringende zu besiegen, als das letzte Geschenk Gottes zum
Neuwerden. Dieses Sterben, das getragen wird vom Glauben an den
Gott des Lebens, muss auch Tag für Tag eingeübt werden,
so, dass Verderben sich nicht mehr durch uns ausbreitet, dass die
Liebe den Hass überwindet, und dass das Leben über den
Tod siegt! Die Auferstehung ist dann bereits jetzt Wirklichkeit
geworden, denn wir sind von der Sklaverei der Sünde zur Freiheit
der Kinder Gottes gekommen.
Wer nicht liebt, bleibt im Tod, schreibt Johannes in seinem 1. Brief
(3,14), und er bestätigt die Worte Jesu "die Stunde kommt,
und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes
hören werden, und alle, die sie hören, werden leben"
(Joh 5,25). Das Leben, das hier genannt und uns geschenkt wird,
ist das Leben Jesu als Auferstandener, das Leben im Geist Gottes,
der "als erste Gabe für alle, die glauben, das Werk Jesu
auf Erden weiterführt und alle Heiligung vollendet" (Viertes
eucharistisches Hochgebet). Was ist also unsere Berufung als Christen?
Was ist das Besondere am Leben aller, die die Auferstehung Jesu
bekennen? Die Liebe! Jetzt sagt Jesus auch uns: "Du aber gehe!"
(Lk 9,60) und schenke allen die Liebe, die ich euch geschenkt habe.
Sie ist die Frucht eurer Umkehr!
P.Pius Platz, Pfarrer von St. Thekla, 1040 Wien
Bild: Mathias Grünewald,"Isenheimer Altar"
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Meine Gedanken
Sind Sie ein Optimist? Ein Christ ist ein Optimist.
Ich bin ein Optimist. Wenn Sie kein Optimist sind, dann ist für
Sie eh alles sinnlos. Dann lesen Sie auch nicht weiter, sondern
schmeissen es weg. Aber wenn Sie ein bißchen Optimismus haben,
sind Sie neugierig, was der Pfarrer da meint, was in diesem Pfarrblatt
drinnensteht - vielleicht ist es etwas Gescheites und macht Freude?
- Ich bin Optimist, weil ich an die Auferstehung glaube, das heißt,
weil es sie gibt und zwar in den verschiedensten Situationen: Wenn
z.B. ein Kranker gesund wird, eine Prüfung gut gegangen ist
- da gibt es ein Aufatmen, da spürt man Freiheit auch das
ist eine Art Auferstehung - eine neue Lebensphase beginnt. Jesus
selbst wurde ermordet und war am 3. Tag nach seinem Sterben wieder
voll gesund bei den Seinen. So hatte er es angekündigt und
so war es auch. Und er sagt zu ihnen: Auch ihr werdet auferstehen
und leben. Ich gehe voraus und werde euch Wohnungen bereiten. Dieses
Wort gilt auch uns allen. Wir werden also einander wiedersehen.
Ob Sie es glauben können oder nicht - es ist so. Und ich erlebe
immer wieder ein Stück Auferstehung. Sie auch - aber vielleicht
ist es Ihnen nicht immer bewußt. Wenn wir diese Wirklichkeit
gerade in traurigen Stunden vor Augen haben, kann es nur besser
werden. Glaube, Hoffnung und Liebe - diese drei sind Grundlage für
unseren Optimismus - dieses wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.
Herzlichst Ihr Pfarrer Rudolf Hanzl
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Standpunkt/ "Schöner Tod"
Der Mensch als Herr über Leben und Tod - das war
bisher eine Schreckensvision. Doch wird diese Vision nicht immer
mehr zur verborgenen Realität im Alltag? Die Abtreibung in
den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, die in den siebziger Jahren
straffrei gestellt wurde (und eigentlich immer noch verboten ist!),
wird heute schon als ein Recht eingemahnt, und niemand darf mehr
diesen "Fortschritt" in Frage stellen. Wenn der Mensch
die Entscheidung über den Anfang des Lebens übernimmt,
dann ist es nur logisch und konsequent, daß er auch die Entscheidung
über das Lebensende, den Tod, in seine Hand nimmt. Es wäre
daher nur eine Frage der Zeit, bis die Forderung nach einem selbstgewählten
Tod - jenseits des Grauens und der Dramatik des Selbstmordes - bei
uns erhoben würde. In den letzen Momenten des Lebens nicht
auf Maschinen und Medikamente angewiesen sein, die das Leiden vermeintlich
endlos hinauszögern. Selbst entscheiden können, ob das
Leben noch lebenswert ist oder nicht - aus freien Stücken und
unbeeinflußt den Tod oder das Leben wählen, und dabei
noch fachmännische Sterbehilfe durch medizinisches Personal
in Anspruch nehmen können. Eine "schöne" Perspektive?
Nein, vielmehr ein verzerrter Blick! Wieviele Menschen wären
überhaupt in der Lage, gezeichnet von Schmerzen und einer extremen
emotionalen Ausnahmesituation, unbeeinflußt und klar diese
"letzte" Entscheidung zu treffen? Wer zeigt den Verzweifelten
die Alternativen auf? Und wer garantiert, daß aus der Möglichkeit
nicht irgendwann durch gesellschaftlichen, medialen und wirtschaftlichen
Druck eine Pflicht würde? Vom Blickpunkt der Effizienz aus
gesehen ist die Sterbehilfe allerdings das beste Mittel mit Leid
und Schmerz umzugehen, denn die Auslöschung des leidenden Menschen
mit seiner Zustimmung ist zweifellos rationeller und ökonomischer
als dessen aufwendige Begleitung, zum Beispiel in einem Hospiz.
Der Mensch als Schöpfung Gottes rutscht zusehends zwischen
zwei selbst geschaffene Mühlsteine: "Abtreibung"
und "Sterbehilfe". Zwischen diesen Mühlsteinen wäre
die Würde des Menschen endgültig zermahlen.
RS
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Pfarr-Caritas
Caritas - ein Begriff, der von den meisten Menschen
mit Hilfe bei großen Katastrophen (weltweit) als auch mit
Pflegediensten und Versorgungshilfen in Verbindung gebracht wird.
Und natürlich mit Spendenaufrufen. Die Caritas ist eine lebensnotwendige
Einrichtung, ohne die unzählige Menschen nicht überleben
bzw. halbwegs menschenwürdig weiterleben könnten. Und
dann gibt es auch die Pfarr-Caritas. Das ist keine Teilorganisation
der Caritas, sondern eine karitative Einrichtung in der Pfarre,
die nur durch Spenden unserer Pfarrgemeinde helfen und arbeiten
kann. Wir bekommen zwar Hilfen von der Caritas-Zentrale in
Form von Informationen und Auskünften, finanzielle Unterstützung
gibt es aber keine.
Seit 1997 wird die Pfarr-Caritas Neuottakring ausschließlich
von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. Mit Hilfe dieser Mitarbeiter
ist es gelungen, unsere Einrichtung so zu organisieren, daß
zweimal wöchentlich Sprechstunden abgehalten werden, bei denen
Menschen in den verschiedensten schwierigen Situationen Rat und
Hilfe suchen. An zwei Tagen pro Woche wird am Abend Brot, das von
einem Supermarkt kostenlos zur Verfügung gestellt wird, an
Bedürftige ausgegeben. Während der Sprechstunden werden
unsere Helfer sehr oft mit Menschen in ziemlich hoffnungslosen Situationen
konfrontiert, wobei sie dann sehr bald an die Grenzen unserer Hilfsmöglichkeiten
stoßen. Trotzdem wird versucht, nach besten Kräften zu
helfen. Das bedeutet Telefonate mit Behörden, Institutionen
und Ämtern, Ausgabe von Lebensmitteln, Bekleidung und Wäsche.
In manchen Fällen - die genau überprüft werden -
wird, soweit möglich, eine finanzielle Hilfe gewährt.
Man hört den Hilfesuchenden zu und bekommt manchmal Einblicke
in Schicksale, die man nicht so einfach "wegstecken" kann.
Es ist nicht immer leicht, diese Menschen dann weggehen zu lassen,
ohne ihnen so helfen zu können, wie sie es vielleicht nötig
hätten. Natürlich versuchen manche "Kunden"
auch, mit "Gschichtln" Hilfeleistungen finanzieller Art
zu erhalten, aber da unsere Helferteams sehr verantwortungsvoll
mit den Spendengeldern umgehen, werden solche Märchen eigentlich
immer erkannt, da sie den Überprüfungen nicht standhalten.
Aber es gibt auch Geschichten, da glaubt man kaum, daß sie
wahr sind - und sie sind es dann doch! Manchmal helfe ich bei den
Sprechstunden aus und dann gerät mein Weltbild meistens ins
Wanken. Wie verzweifelt oder resigniert muß man sein, um hier
um Hilfe zu bitten? Ich kann mir so eine Situation für mich
nicht vorstellen, da Wohnung, Arbeitsplatz, monatliches Einkommen,
Gesundheit und die Geborgenheit in der Familie für mich selbstverständlich
sind. Nach so einer Sprechstunde weiß ich erst, was es bedeutet,
keine Angst vor der nächsten Mietzahlung oder Stromrechnung
zu haben, zu wissen, daß ich genug Lebensmittel zuhause habe,
daß ich die Heizung aufdrehen kann, wenn mir kalt ist oder
überhaupt, daß ich ein Dach über dem Kopf habe!
Wenn ich mir dann überlege, für welche Dinge Unsummen
ausgegeben werden, die z.B. nur den Zweck der Unterhaltung haben
und es zugleich aber Menschen gibt, die nicht wissen, wie sie die
nächsten Tage überstehen sollen - dann höre ich meistens
auf, darüber nachzudenken, sonst würde ich wahrscheinlich
in tiefe Depressionen verfallen. Ich kann nicht die ganze Welt,
die Industrie und Wirtschaft verändern, sondern versuchen,
das in meinem Bereich Mögliche zu tun. Das heißt nicht,
daß meine Familie jetzt hungern und darben muß aus Solidarität
mit den Armen, aber wenn ich unter dem Eindruck der Caritas-Sprechstunde
einkaufen gehe, dann fällt mein Einkauf immer billiger aus.
Und jetzt kommt sie doch noch - die Bitte um Ihre finanzielle Unterstützung!
In dieser Ausgabe des Ruf!Zeichens liegt ein Zahlschein der Pfarr-Caritas
Neuottakring bei. Vielleicht ist es Ihnen möglich und auch
ein Bedürfnis, unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter bei ihrer
Arbeit in finanzieller Form zu unterstützen. Es könnte
ja sein, daß bei Ihrem nächsten Einkauf auch etwas übrig
bleibt. Sie können sicher sein, daß Ihre Spende den direkten
Weg zu den Hilfesuchenden findet. Für Sachspenden wie Lebensmittel,
Waschmittel, Bettwäsche, Handtücher und Bekleidung sind
wir natürlich auch sehr dankbar. Nur wenn Sie helfen, dann
können wir helfen!
GB
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Msgr. Anton Berger
Freitag, 9. März 2001 durchfuhr eine Meldung wie
ein Blitz aus heiterem Himmel die Kirche Wiens: Bischofsvikar Anton
Berger war vor dem Riesentor des Stephansdomes einem Herzinfarkt
erlegen. Msgr. Berger wurde 1940 in Berlin geboren. Sein Vater fiel
im Krieg und seine Mutter, eine Österreicherin, kehrte nach
Kriegsende mit ihrem Sohn in ihre Heimat zurück. Berger maturierte
in Wien, trat ins Wiener Priesterseminar ein und wurde 1964 in Sachsenbrunn
von Kardinal Franz König zum Priester geweiht. Nach seiner
Priesterweihe war Berger unter anderem als Domkaplan in St.Stephan,
als Sekretär Kardinal Königs, als Religionsprofessor an
Gymnasien, als Spiritual im Wiener Priesterseminar, als Sakristeidirektor
des Stephansdoms und als Stadtdechant tätig. 1992 wurde er
zum Bischofsvikar für Wien-Stadt ernannt. Der Bischofsvikar
verstand es, junge Menschen anzusprechen. Seine 21-Uhr-Messe am
Sonntag im Stephansdom war ein Anziehungspunkt. Berger setzte in
seinen vielen Funktionen immer auf Dialog. Er sah es als eines seiner
Hauptziele an, mit allen kirchlichen Gruppen im Gespräch zu
bleiben, oder "ins Gespräch zu kommen". In einer
ersten Stellungnahme charakterisierte Kardinal Schönborn Anton
Berger als einen Menschen und Priester, der "eine Vision von
Kirche hatte, für die er auch andere zu begeistern wusste".
Die Dechanten, Priester und Pfarrgemeinderäte des Vikariats
Wien-Stadt hätten ihrem Bischofsvikar Vertrauen geschenkt.
Er habe ihnen seinerseits Ermutigung und Herausforderung geboten
- und immer wieder Hilfe durch seinen Humor. Dieser Humor sei es
auch gewesen, mit dem er viele Schwierigkeiten im kirchlichen Alltag
habe bewältigen können. In diese Richtung beschrieb ihn
auch Caritasdirektor Michael Landau: "Für eines ist ihm
ganz besonders zu danken: Er hat immer wieder erlebbar gemacht,
dass Glaube auch etwas mit Humor und mit Weite zu tun hat."
Bischofsvikar Berger war unserer Pfarre in besonderer Weise zugetan,
nicht nur als Firmspender, sondern auch als Freund und Berater.
Wir gedenken seiner voll Dankbarkeit im Gebet und sind uns seiner
Fürsprache auch in seiner jetzigen Dimension bewusst!
ER/UM
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Krankensalbung
Eine Mutter liegt im Sterben. Sie ist bereits bewußtlos.
Der Atem ist kurz und unregelmäßig. Die Angehörigen
stehen hilflos um das Bett der Sterbenden. Die Kunst der Ärzte
ist zu Ende. Die Stützen sind gebrochen, auf die sie sich verlassen
haben. In Ihrem Schmerz und ihrer Hilflosigkeit erinnern sie sich,
daß der Priester in dieser Situation noch etwas tun kann:
"Die letzte Ölung." Im Erleben der Angehörigen
wird dieses Sakrament gebraucht als schützendes Schild für
die Sterbende vor dem richtenden Gott. Zugleich ist es für
sie ein Trost, alles noch für die Sterbende getan zu haben.
- Angst und Furcht vor dem Tod projizieren ein Gottesbild, das mit
dem "Vater Gott" oder "Mutter Gott" wenig zu
tun hat. Es ist nicht Zeichen des Heiles, der Nähe und der
Liebe Gottes. Diese überlieferte Auffassung von der "letzten
Ölung" sitzt so tief im Bewußtsein der Christen,
daß ein Umdenken nur mühsam zu erreichen ist. Die Predigten
in den Kirchen, die Aufsätze zu diesem Thema, die vielen Stunden
im Religionsunterricht nach dem 2. Vatikanischen Konzil haben zwar
die Vernunft erreicht, daß die Krankensalbung das Sakrament
der Kranken ist und nicht der Sterbenden oder schon gar der Toten.
Mit der Sterbesituation konfrontiert, bricht die mittelalterliche
hergebrachte Tradition der "letzten Ölung" wieder
durch. Im Mittelalter wird die Krankensalbung mit der Busse und
der Sündenvergebung in Verbindung gebracht. Weil nach damaliger
Auffassung - im Gegensatz zu heute - die Krankensalbung nur einmal
empfangen werden durfte, wurde sie immer mehr hinausgeschoben ans
Lebensende als letzte Ölung. Trotz der Korrektur im 16. Jhdt.
durch das Tridentinische Konzil als Tilgung der Sünden, als
Aufrichtung des Kranken und Hilfe zum Ertragen des Leidens, bleibt
das mittelalterliche Verständnis vorherrschend bis in unsere
Zeit. Was dieses Sakrament für den Christen sein sollte, wurde
im 2. Vatikanischen Konzil definiert als Sakrament der Kranken.
Begegnung mit dem heilenden Christus, der sich in einem hohen Maße
der Kranken und der Leidenden angenommen hat. "Blinde sehen,
Lahme gehen, Aussätzige werden rein", heißt es in
der Schrift. Alle, die vertrauensvoll zu Jesus gekommen sind, wie
z.B. auch die kanaanäische Frau, die 12 Jahre an ihrem Leiden
litt. Sie berührte den Saum seines Gewandes und wurde geheilt.
"Dein Glaube hat dir geholfen", sagt Jesus. Die Kirche besinnt sich
auf den Brief des Apostels Jakobus, wo es heißt: "Ist
jemand krank unter euch, dann rufe er die ältesten (Priester).
Sie sollen über ihn beten und mit dem hl. öl salben. Das
Gebet des Glaubens wird ihn aufrichten und wenn er Sünden begangen
hat, werden sie ihm vergeben werden", Jak. 5,13-16. Kein
Wort vom Sterben, kein Wort vom Tode. Das wird noch deutlicher im
Gebet des Priesters für den Kranken. "Durch diese hl.
Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen. Er stehe
dir bei durch die Kraft des Hl. Geistes. Der Herr, der dich von
Sünden befreit, rette dich und in seiner Gnade richte er dich
auf." - Das gläubige Gebet wird dem Kranken helfen und aufrichten,
ihm die Ängste, die Unsicherheit und Ungewißheit nehmen,
wie es auch im Psalm 23 heißt: "Der Herr ist mein Hirte.
Nichts wird mir fehlen. Er läßt mich lagern auf grünen
Auen. Muß ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte
kein Unheil, denn du bist bei mir. Dein Stock und dein Stab geben
mir Zuversicht." Deshalb legt der Priester bei der Spendung
der Krankensalbung dem Kranken die schützenden Hände auf
das Haupt und salbt mit dem geweihten Öl Stirn und Hände
als Symbol des Heilens und des Heiles. In der Regel sollte es so
sein, daß der Kranke diese heilende Begegnung mit Christus
im Sakrament der Salbung bewußt erlebt, d.h. daß nicht
zugewartet wird, bis er bewußtlos ist, damit er "nichts
merkt" von dieser Begegnung. Vielmehr soll sie ihm helfen,
die Ängste und Befürchtungen abzubauen, ihn frei zu machen
von seiner Not, die ihn bedrängt und Kraft geben, seine Situation
im Gebet und im Vertrauen auf den Herrn zu bewältigen und zu
meistern.
Rektor P. Peter Mollner Krankenhausseelsorger im Wilhelminenspital
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Die Jugend stellt sich vor
Es gibt eine Jugend in unserer Pfarre. Aha. Was machen
die denn so? Haben sie Ziele und Werte? Wo und wie oft treffen die
sich denn? Haben die irgendwelche Pläne? Wenn sie sich die
eine oder andere Frage schon einmal gestellt haben, dann sollten
sie jetzt weiterlesen, und wenn sie sich noch nie für die Jugend
der Pfarre Neuottakring interessiert haben, bzw. noch nie etwas
von ihr gehört haben, dann erst recht! Der Jugendclub ist jede
Woche Freitag ab 19:00 Uhr für alle Jugendlichen ab 15 Jahren
geöffnet. Eine Altersbeschränkung nach oben hin haben
wir nicht - jeder, der sich jung fühlt, ist bei uns herzlich
willkommen. Wir haben jeden 1. Freitag im Monat um 19:30 einen Lobpreis,
bei dem unser Kaplan versucht, speziell auf Jugendliche einzugehen.
Jeden zweiten Freitag findet ein Programm statt. Bisher hatten wir
einen Diavortrag über El Salvador, ein Scotland-Yard-Spiel
mit lebenden Spielfiguren quer durch Wien, einen Play-Back-Abend
und vieles mehr. Für das kommende Semester haben wir wieder
einige interessante Programmpunkte vorbereitet. Unser Jahresprogramm
planen wir immer im Herbst auf dem bereits zur Tradition gewordenen
Startwochenende. Dabei kann sich jeder kreativ einbringen und Verantwortung
für einen oder mehrere Programmpunkte übernehmen. Auf
regelmäßig abgehaltenen Sitzungen des Leitungsteams werden
die laufenden Veranstaltungen und Projekte, wie zum Beispiel die
"Bring das Spiel"- Aktion, besprochen. Diese war der Höhepunkt
im letzten Semester. Gemeinsam haben wir für unseren Jugendclub
Spiele gesammelt und ein Pfarrcafe veranstaltet. Das eingenommene
Geld wird für den Kauf von neuen Spielen verwendet. An dieser
Stelle möchten wir uns bei unserer Pfarrgemeinde herzlich für
die Unterstützung bedanken. Die erhaltenen Spiele bereiten
uns sehr viel Freude. Aber auch für die Zukunft haben wir uns
viel vorgenommen. Das nächste Projekt ist schon in Planung:
Wir wollen gemeinsam mit Behinderten vom Caritasheim "Am Himmel"
basteln. Bei dieser Gelegenheit wollen wir einander näherkommen
und dabei auch eine gute Sache unterstützen: den Reinerlös
dieser Aktion wollen wir dem Caritasheim spenden. Im Zuge dieser
Aktion werden wir auch einen Brunch veranstalten, der am Muttertag
(13.5.2001) stattfinden wird. Nähere Informationen erhalten
sie rechtzeitig in der Pfarrkanzlei und bei den Verlautbarungen.
Wir hoffen, wieder auf Ihre Unterstützung bauen zu dürfen.
Vielleicht haben wir ja den einen oder anderen neugierig gemacht
- schau doch einfach mal vorbei: Jeden Freitag, ab 19:00 in der
Rückertgasse 5 im JUGENDCLUB.
Iris Kunz
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Sternsingeraktion 2001
Am 6. Jänner 2001, bei der Jungscharmesse
um 9 Uhr wurden heuer erstmals die Sternsinger eigens in die Häuser
der Pfarre gesendet. Bis 9. Jänner waren dann täglich
bis zu vier Sternsingergruppen gleichzeitig unterwegs, um für
verschiedene Projekte in Ländern der Dritten Welt zu sammeln.
So war es kein Wunder, dass sich zwar fallweise akuter Begleitermangel
breit machte, gleichzeitig aber auch ein Rekordergebnis ersungen
wurde:
39.028,60 ATS (2.836,32 EUR!!) konnten in Ihrem Namen für den
guten Zweck Überwiesen werden! Wir sagen allen Beteiligten
herzlich: "Danke!" und bitten besonders die Geschäftsleute,
sich auch von königlichen Herrschaften immer die Ausweise zeigen
zu lassen.
UM
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