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Ruf!Zeichen 1/2001


Umkehren=Auferstehung
Meine Gedanken
Standpunkt
Pfarr-Caritas
Msgr. Anton Berger †
Krankensalbung
Jugend
Sternsinger

 

Umkehren=Auferstehung

Die Botschaft der Liebe Gottes, die Jesus verkündet, lautet:
Alle Menschen sind Töchter und Söhne des himmlischen Vaters (und wir alle sind Geschwister). Als seine Kinder liebt uns Gott so wie wir sind: mit unseren guten und schwachen Seiten.
Im Sinne dieser Botschaft meint das Wort Umkehren nicht zuerst unsere Veränderung zum Besseren, als ob wir eine hoffnungsvollere Zukunft erzwingen könnten, sondern Gott, der immer der Handelnde ist und der uns zu einem neuen, bewussteren Leben befreien will. Umkehren heißt dann, dass wir uns Zeit schenken sollen, um das Wort Gottes zu hören, das Jesus verkündet, und dass wir uns bemühen mit Freude und Dankbarkeit neue Menschen zu werden. Wir dürfen das Gehörte meditieren, die Vergebung empfangen und sie auch weiter schenken. In der Stille können wir entdecken, wie Gott immer mehr zum tragenden Grund unseres Lebens wird, unseres Lebens der Liebe. Das allerdings geht nicht von heute auf morgen; dazu brauchen wir Zeit und Geduld. Wir dürfen auch erfahren, dass die Umkehr ein Stück erlebtes Sterben ist; Sterben des Egoismus, damit die Liebe lebt und siegt! Wer das Sterben so erlebt, versteht dann den Tod als eine letzte Einladung, endgültig das Todbringende zu besiegen, als das letzte Geschenk Gottes zum Neuwerden. Dieses Sterben, das getragen wird vom Glauben an den Gott des Lebens, muss auch Tag für Tag eingeübt werden, so, dass Verderben sich nicht mehr durch uns ausbreitet, dass die Liebe den Hass überwindet, und dass das Leben über den Tod siegt! Die Auferstehung ist dann bereits jetzt Wirklichkeit geworden, denn wir sind von der Sklaverei der Sünde zur Freiheit der Kinder Gottes gekommen.
Wer nicht liebt, bleibt im Tod, schreibt Johannes in seinem 1. Brief (3,14), und er bestätigt die Worte Jesu "die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und alle, die sie hören, werden leben" (Joh 5,25). Das Leben, das hier genannt und uns geschenkt wird, ist das Leben Jesu als Auferstandener, das Leben im Geist Gottes, der "als erste Gabe für alle, die glauben, das Werk Jesu auf Erden weiterführt und alle Heiligung vollendet" (Viertes eucharistisches Hochgebet). Was ist also unsere Berufung als Christen? Was ist das Besondere am Leben aller, die die Auferstehung Jesu bekennen? Die Liebe! Jetzt sagt Jesus auch uns: "Du aber gehe!" (Lk 9,60) und schenke allen die Liebe, die ich euch geschenkt habe. Sie ist die Frucht eurer Umkehr!
P.Pius Platz, Pfarrer von St. Thekla, 1040 Wien
Bild: Mathias Grünewald,"Isenheimer Altar"

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Meine Gedanken

Sind Sie ein Optimist? Ein Christ ist ein Optimist. Ich bin ein Optimist. Wenn Sie kein Optimist sind, dann ist für Sie eh alles sinnlos. Dann lesen Sie auch nicht weiter, sondern schmeissen es weg. Aber wenn Sie ein bißchen Optimismus haben, sind Sie neugierig, was der Pfarrer da meint, was in diesem Pfarrblatt drinnensteht - vielleicht ist es etwas Gescheites und macht Freude? - Ich bin Optimist, weil ich an die Auferstehung glaube, das heißt, weil es sie gibt und zwar in den verschiedensten Situationen: Wenn z.B. ein Kranker gesund wird, eine Prüfung gut gegangen ist - da gibt es ein Aufatmen, da spürt man Freiheit ­ auch das ist eine Art Auferstehung - eine neue Lebensphase beginnt. Jesus selbst wurde ermordet und war am 3. Tag nach seinem Sterben wieder voll gesund bei den Seinen. So hatte er es angekündigt und so war es auch. Und er sagt zu ihnen: Auch ihr werdet auferstehen und leben. Ich gehe voraus und werde euch Wohnungen bereiten. Dieses Wort gilt auch uns allen. Wir werden also einander wiedersehen. Ob Sie es glauben können oder nicht - es ist so. Und ich erlebe immer wieder ein Stück Auferstehung. Sie auch - aber vielleicht ist es Ihnen nicht immer bewußt. Wenn wir diese Wirklichkeit gerade in traurigen Stunden vor Augen haben, kann es nur besser werden. Glaube, Hoffnung und Liebe - diese drei sind Grundlage für unseren Optimismus - dieses wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.
Herzlichst Ihr Pfarrer Rudolf Hanzl

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Standpunkt/ "Schöner Tod"

Der Mensch als Herr über Leben und Tod - das war bisher eine Schreckensvision. Doch wird diese Vision nicht immer mehr zur verborgenen Realität im Alltag? Die Abtreibung in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, die in den siebziger Jahren straffrei gestellt wurde (und eigentlich immer noch verboten ist!), wird heute schon als ein Recht eingemahnt, und niemand darf mehr diesen "Fortschritt" in Frage stellen. Wenn der Mensch die Entscheidung über den Anfang des Lebens übernimmt, dann ist es nur logisch und konsequent, daß er auch die Entscheidung über das Lebensende, den Tod, in seine Hand nimmt. Es wäre daher nur eine Frage der Zeit, bis die Forderung nach einem selbstgewählten Tod - jenseits des Grauens und der Dramatik des Selbstmordes - bei uns erhoben würde. In den letzen Momenten des Lebens nicht auf Maschinen und Medikamente angewiesen sein, die das Leiden vermeintlich endlos hinauszögern. Selbst entscheiden können, ob das Leben noch lebenswert ist oder nicht - aus freien Stücken und unbeeinflußt den Tod oder das Leben wählen, und dabei noch fachmännische Sterbehilfe durch medizinisches Personal in Anspruch nehmen können. Eine "schöne" Perspektive? Nein, vielmehr ein verzerrter Blick! Wieviele Menschen wären überhaupt in der Lage, gezeichnet von Schmerzen und einer extremen emotionalen Ausnahmesituation, unbeeinflußt und klar diese "letzte" Entscheidung zu treffen? Wer zeigt den Verzweifelten die Alternativen auf? Und wer garantiert, daß aus der Möglichkeit nicht irgendwann durch gesellschaftlichen, medialen und wirtschaftlichen Druck eine Pflicht würde? Vom Blickpunkt der Effizienz aus gesehen ist die Sterbehilfe allerdings das beste Mittel mit Leid und Schmerz umzugehen, denn die Auslöschung des leidenden Menschen mit seiner Zustimmung ist zweifellos rationeller und ökonomischer als dessen aufwendige Begleitung, zum Beispiel in einem Hospiz. Der Mensch als Schöpfung Gottes rutscht zusehends zwischen zwei selbst geschaffene Mühlsteine: "Abtreibung" und "Sterbehilfe". Zwischen diesen Mühlsteinen wäre die Würde des Menschen endgültig zermahlen.
RS

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Pfarr-Caritas

Caritas - ein Begriff, der von den meisten Menschen mit Hilfe bei großen Katastrophen (weltweit) als auch mit Pflegediensten und Versorgungshilfen in Verbindung gebracht wird. Und natürlich mit Spendenaufrufen. Die Caritas ist eine lebensnotwendige Einrichtung, ohne die unzählige Menschen nicht überleben bzw. halbwegs menschenwürdig weiterleben könnten. Und dann gibt es auch die Pfarr-Caritas. Das ist keine Teilorganisation der Caritas, sondern eine karitative Einrichtung in der Pfarre, die nur durch Spenden unserer Pfarrgemeinde helfen und arbeiten kann. Wir bekommen zwar Hilfen von der Caritas-Zentrale in Form von Informationen und Auskünften, finanzielle Unterstützung gibt es aber keine.
Seit 1997 wird die Pfarr-Caritas Neuottakring ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. Mit Hilfe dieser Mitarbeiter ist es gelungen, unsere Einrichtung so zu organisieren, daß zweimal wöchentlich Sprechstunden abgehalten werden, bei denen Menschen in den verschiedensten schwierigen Situationen Rat und Hilfe suchen. An zwei Tagen pro Woche wird am Abend Brot, das von einem Supermarkt kostenlos zur Verfügung gestellt wird, an Bedürftige ausgegeben. Während der Sprechstunden werden unsere Helfer sehr oft mit Menschen in ziemlich hoffnungslosen Situationen konfrontiert, wobei sie dann sehr bald an die Grenzen unserer Hilfsmöglichkeiten stoßen. Trotzdem wird versucht, nach besten Kräften zu helfen. Das bedeutet Telefonate mit Behörden, Institutionen und Ämtern, Ausgabe von Lebensmitteln, Bekleidung und Wäsche. In manchen Fällen - die genau überprüft werden - wird, soweit möglich, eine finanzielle Hilfe gewährt. Man hört den Hilfesuchenden zu und bekommt manchmal Einblicke in Schicksale, die man nicht so einfach "wegstecken" kann. Es ist nicht immer leicht, diese Menschen dann weggehen zu lassen, ohne ihnen so helfen zu können, wie sie es vielleicht nötig hätten. Natürlich versuchen manche "Kunden" auch, mit "Gschichtln" Hilfeleistungen finanzieller Art zu erhalten, aber da unsere Helferteams sehr verantwortungsvoll mit den Spendengeldern umgehen, werden solche Märchen eigentlich immer erkannt, da sie den Überprüfungen nicht standhalten. Aber es gibt auch Geschichten, da glaubt man kaum, daß sie wahr sind - und sie sind es dann doch! Manchmal helfe ich bei den Sprechstunden aus und dann gerät mein Weltbild meistens ins Wanken. Wie verzweifelt oder resigniert muß man sein, um hier um Hilfe zu bitten? Ich kann mir so eine Situation für mich nicht vorstellen, da Wohnung, Arbeitsplatz, monatliches Einkommen, Gesundheit und die Geborgenheit in der Familie für mich selbstverständlich sind. Nach so einer Sprechstunde weiß ich erst, was es bedeutet, keine Angst vor der nächsten Mietzahlung oder Stromrechnung zu haben, zu wissen, daß ich genug Lebensmittel zuhause habe, daß ich die Heizung aufdrehen kann, wenn mir kalt ist oder überhaupt, daß ich ein Dach über dem Kopf habe! Wenn ich mir dann überlege, für welche Dinge Unsummen ausgegeben werden, die z.B. nur den Zweck der Unterhaltung haben und es zugleich aber Menschen gibt, die nicht wissen, wie sie die nächsten Tage überstehen sollen - dann höre ich meistens auf, darüber nachzudenken, sonst würde ich wahrscheinlich in tiefe Depressionen verfallen. Ich kann nicht die ganze Welt, die Industrie und Wirtschaft verändern, sondern versuchen, das in meinem Bereich Mögliche zu tun. Das heißt nicht, daß meine Familie jetzt hungern und darben muß aus Solidarität mit den Armen, aber wenn ich unter dem Eindruck der Caritas-Sprechstunde einkaufen gehe, dann fällt mein Einkauf immer billiger aus.
Und jetzt kommt sie doch noch - die Bitte um Ihre finanzielle Unterstützung!
In dieser Ausgabe des Ruf!Zeichens liegt ein Zahlschein der Pfarr-Caritas Neuottakring bei. Vielleicht ist es Ihnen möglich und auch ein Bedürfnis, unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter bei ihrer Arbeit in finanzieller Form zu unterstützen. Es könnte ja sein, daß bei Ihrem nächsten Einkauf auch etwas übrig bleibt. Sie können sicher sein, daß Ihre Spende den direkten Weg zu den Hilfesuchenden findet. Für Sachspenden wie Lebensmittel, Waschmittel, Bettwäsche, Handtücher und Bekleidung sind wir natürlich auch sehr dankbar. Nur wenn Sie helfen, dann können wir helfen!
GB

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Msgr. Anton Berger

Freitag, 9. März 2001 durchfuhr eine Meldung wie ein Blitz aus heiterem Himmel die Kirche Wiens: Bischofsvikar Anton Berger war vor dem Riesentor des Stephansdomes einem Herzinfarkt erlegen. Msgr. Berger wurde 1940 in Berlin geboren. Sein Vater fiel im Krieg und seine Mutter, eine Österreicherin, kehrte nach Kriegsende mit ihrem Sohn in ihre Heimat zurück. Berger maturierte in Wien, trat ins Wiener Priesterseminar ein und wurde 1964 in Sachsenbrunn von Kardinal Franz König zum Priester geweiht. Nach seiner Priesterweihe war Berger unter anderem als Domkaplan in St.Stephan, als Sekretär Kardinal Königs, als Religionsprofessor an Gymnasien, als Spiritual im Wiener Priesterseminar, als Sakristeidirektor des Stephansdoms und als Stadtdechant tätig. 1992 wurde er zum Bischofsvikar für Wien-Stadt ernannt. Der Bischofsvikar verstand es, junge Menschen anzusprechen. Seine 21-Uhr-Messe am Sonntag im Stephansdom war ein Anziehungspunkt. Berger setzte in seinen vielen Funktionen immer auf Dialog. Er sah es als eines seiner Hauptziele an, mit allen kirchlichen Gruppen im Gespräch zu bleiben, oder "ins Gespräch zu kommen". In einer ersten Stellungnahme charakterisierte Kardinal Schönborn Anton Berger als einen Menschen und Priester, der "eine Vision von Kirche hatte, für die er auch andere zu begeistern wusste". Die Dechanten, Priester und Pfarrgemeinderäte des Vikariats Wien-Stadt hätten ihrem Bischofsvikar Vertrauen geschenkt. Er habe ihnen seinerseits Ermutigung und Herausforderung geboten - und immer wieder Hilfe durch seinen Humor. Dieser Humor sei es auch gewesen, mit dem er viele Schwierigkeiten im kirchlichen Alltag habe bewältigen können. In diese Richtung beschrieb ihn auch Caritasdirektor Michael Landau: "Für eines ist ihm ganz besonders zu danken: Er hat immer wieder erlebbar gemacht, dass Glaube auch etwas mit Humor und mit Weite zu tun hat." Bischofsvikar Berger war unserer Pfarre in besonderer Weise zugetan, nicht nur als Firmspender, sondern auch als Freund und Berater. Wir gedenken seiner voll Dankbarkeit im Gebet und sind uns seiner Fürsprache auch in seiner jetzigen Dimension bewusst!
ER/UM

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Krankensalbung

Eine Mutter liegt im Sterben. Sie ist bereits bewußtlos. Der Atem ist kurz und unregelmäßig. Die Angehörigen stehen hilflos um das Bett der Sterbenden. Die Kunst der Ärzte ist zu Ende. Die Stützen sind gebrochen, auf die sie sich verlassen haben. In Ihrem Schmerz und ihrer Hilflosigkeit erinnern sie sich, daß der Priester in dieser Situation noch etwas tun kann: "Die letzte Ölung." Im Erleben der Angehörigen wird dieses Sakrament gebraucht als schützendes Schild für die Sterbende vor dem richtenden Gott. Zugleich ist es für sie ein Trost, alles noch für die Sterbende getan zu haben. - Angst und Furcht vor dem Tod projizieren ein Gottesbild, das mit dem "Vater Gott" oder "Mutter Gott" wenig zu tun hat. Es ist nicht Zeichen des Heiles, der Nähe und der Liebe Gottes. Diese überlieferte Auffassung von der "letzten Ölung" sitzt so tief im Bewußtsein der Christen, daß ein Umdenken nur mühsam zu erreichen ist. Die Predigten in den Kirchen, die Aufsätze zu diesem Thema, die vielen Stunden im Religionsunterricht nach dem 2. Vatikanischen Konzil haben zwar die Vernunft erreicht, daß die Krankensalbung das Sakrament der Kranken ist und nicht der Sterbenden oder schon gar der Toten. Mit der Sterbesituation konfrontiert, bricht die mittelalterliche hergebrachte Tradition der "letzten Ölung" wieder durch. Im Mittelalter wird die Krankensalbung mit der Busse und der Sündenvergebung in Verbindung gebracht. Weil nach damaliger Auffassung - im Gegensatz zu heute - die Krankensalbung nur einmal empfangen werden durfte, wurde sie immer mehr hinausgeschoben ans Lebensende als letzte Ölung. Trotz der Korrektur im 16. Jhdt. durch das Tridentinische Konzil als Tilgung der Sünden, als Aufrichtung des Kranken und Hilfe zum Ertragen des Leidens, bleibt das mittelalterliche Verständnis vorherrschend bis in unsere Zeit. Was dieses Sakrament für den Christen sein sollte, wurde im 2. Vatikanischen Konzil definiert als Sakrament der Kranken. Begegnung mit dem heilenden Christus, der sich in einem hohen Maße der Kranken und der Leidenden angenommen hat. "Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein", heißt es in der Schrift. Alle, die vertrauensvoll zu Jesus gekommen sind, wie z.B. auch die kanaanäische Frau, die 12 Jahre an ihrem Leiden litt. Sie berührte den Saum seines Gewandes und wurde geheilt. "Dein Glaube hat dir geholfen", sagt Jesus. Die Kirche besinnt sich auf den Brief des Apostels Jakobus, wo es heißt: "Ist jemand krank unter euch, dann rufe er die ältesten (Priester). Sie sollen über ihn beten und mit dem hl. öl salben. Das Gebet des Glaubens wird ihn aufrichten und wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben werden", Jak. 5,13-16. Kein Wort vom Sterben, kein Wort vom Tode. Das wird noch deutlicher im Gebet des Priesters für den Kranken. "Durch diese hl. Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen. Er stehe dir bei durch die Kraft des Hl. Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich und in seiner Gnade richte er dich auf." - Das gläubige Gebet wird dem Kranken helfen und aufrichten, ihm die Ängste, die Unsicherheit und Ungewißheit nehmen, wie es auch im Psalm 23 heißt: "Der Herr ist mein Hirte. Nichts wird mir fehlen. Er läßt mich lagern auf grünen Auen. Muß ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir. Dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht." Deshalb legt der Priester bei der Spendung der Krankensalbung dem Kranken die schützenden Hände auf das Haupt und salbt mit dem geweihten Öl Stirn und Hände als Symbol des Heilens und des Heiles. In der Regel sollte es so sein, daß der Kranke diese heilende Begegnung mit Christus im Sakrament der Salbung bewußt erlebt, d.h. daß nicht zugewartet wird, bis er bewußtlos ist, damit er "nichts merkt" von dieser Begegnung. Vielmehr soll sie ihm helfen, die Ängste und Befürchtungen abzubauen, ihn frei zu machen von seiner Not, die ihn bedrängt und Kraft geben, seine Situation im Gebet und im Vertrauen auf den Herrn zu bewältigen und zu meistern.
Rektor P. Peter Mollner Krankenhausseelsorger im Wilhelminenspital

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Die Jugend stellt sich vor

Es gibt eine Jugend in unserer Pfarre. Aha. Was machen die denn so? Haben sie Ziele und Werte? Wo und wie oft treffen die sich denn? Haben die irgendwelche Pläne? Wenn sie sich die eine oder andere Frage schon einmal gestellt haben, dann sollten sie jetzt weiterlesen, und wenn sie sich noch nie für die Jugend der Pfarre Neuottakring interessiert haben, bzw. noch nie etwas von ihr gehört haben, dann erst recht! Der Jugendclub ist jede Woche Freitag ab 19:00 Uhr für alle Jugendlichen ab 15 Jahren geöffnet. Eine Altersbeschränkung nach oben hin haben wir nicht - jeder, der sich jung fühlt, ist bei uns herzlich willkommen. Wir haben jeden 1. Freitag im Monat um 19:30 einen Lobpreis, bei dem unser Kaplan versucht, speziell auf Jugendliche einzugehen. Jeden zweiten Freitag findet ein Programm statt. Bisher hatten wir einen Diavortrag über El Salvador, ein Scotland-Yard-Spiel mit lebenden Spielfiguren quer durch Wien, einen Play-Back-Abend und vieles mehr. Für das kommende Semester haben wir wieder einige interessante Programmpunkte vorbereitet. Unser Jahresprogramm planen wir immer im Herbst auf dem bereits zur Tradition gewordenen Startwochenende. Dabei kann sich jeder kreativ einbringen und Verantwortung für einen oder mehrere Programmpunkte übernehmen. Auf regelmäßig abgehaltenen Sitzungen des Leitungsteams werden die laufenden Veranstaltungen und Projekte, wie zum Beispiel die "Bring das Spiel"- Aktion, besprochen. Diese war der Höhepunkt im letzten Semester. Gemeinsam haben wir für unseren Jugendclub Spiele gesammelt und ein Pfarrcafe veranstaltet. Das eingenommene Geld wird für den Kauf von neuen Spielen verwendet. An dieser Stelle möchten wir uns bei unserer Pfarrgemeinde herzlich für die Unterstützung bedanken. Die erhaltenen Spiele bereiten uns sehr viel Freude. Aber auch für die Zukunft haben wir uns viel vorgenommen. Das nächste Projekt ist schon in Planung: Wir wollen gemeinsam mit Behinderten vom Caritasheim "Am Himmel" basteln. Bei dieser Gelegenheit wollen wir einander näherkommen und dabei auch eine gute Sache unterstützen: den Reinerlös dieser Aktion wollen wir dem Caritasheim spenden. Im Zuge dieser Aktion werden wir auch einen Brunch veranstalten, der am Muttertag (13.5.2001) stattfinden wird. Nähere Informationen erhalten sie rechtzeitig in der Pfarrkanzlei und bei den Verlautbarungen.
Wir hoffen, wieder auf Ihre Unterstützung bauen zu dürfen. Vielleicht haben wir ja den einen oder anderen neugierig gemacht - schau doch einfach mal vorbei: Jeden Freitag, ab 19:00 in der Rückertgasse 5 im JUGENDCLUB.
Iris Kunz

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Sternsingeraktion 2001

Am 6. Jänner 2001, bei der Jungscharmesse
um 9 Uhr wurden heuer erstmals die Sternsinger eigens in die Häuser der Pfarre gesendet. Bis 9. Jänner waren dann täglich bis zu vier Sternsingergruppen gleichzeitig unterwegs, um für verschiedene Projekte in Ländern der Dritten Welt zu sammeln. So war es kein Wunder, dass sich zwar fallweise akuter Begleitermangel breit machte, gleichzeitig aber auch ein Rekordergebnis ersungen wurde:
39.028,60 ATS (2.836,32 EUR!!) konnten in Ihrem Namen für den guten Zweck Überwiesen werden! Wir sagen allen Beteiligten herzlich: "Danke!" und bitten besonders die Geschäftsleute, sich auch von königlichen Herrschaften immer die Ausweise zeigen zu lassen.
UM

© Pfarre Neuottakring, 2001-2013