Chrisammesse im Stephansdom
Am Montag, dem 30. März 3026, versammelten sich Gläubige im Stephansdom zur feierlichen Chrismesse. Unter der Leitung von Erzbischof Josef stand die Liturgie ganz im Zeichen des priesterlichen Dienstes und seiner tiefen Verantwortung für die Kirche und die Menschen.
Im Mittelpunkt der Feier stand der Bereitschaftsdialog, in dem die Priester ihr Versprechen erneuerten, ihren Dienst treu und gewissenhaft auszuüben. Der Erzbischof richtete eindringliche Fragen an sie: ob sie bereit seien, als getreue Mitarbeiter des Bischofs die Herde Christi unter der Führung des Heiligen Geistes zu leiten; ob sie die Mysterien Christi in Ehrfurcht feiern, das Wort Gottes verantwortungsvoll verkünden und den katholischen Glauben auslegen wollen.
Besonders hervorgehoben wurde dabei das Wesen des Priesters als Diener Gottes. Sein Auftrag erschöpft sich nicht im Vollzug liturgischer Handlungen, sondern entfaltet sich im täglichen Begleiten der Menschen auf ihrem Glaubensweg. Der Priester ist gerufen, Orientierung zu geben, Hoffnung zu stärken und den Gläubigen zu helfen, das Reich Gottes zu erreichen.
Auch die soziale Dimension des priesterlichen Dienstes wurde betont: die Bereitschaft, den Armen und Kranken beizustehen, Heimatlosen und Notleidenden zu helfen. Darin zeigt sich konkret die Nachfolge Christi, der selbst den Schwachen besonders nahe war.
Ein weiterer zentraler Gedanke war die innere Verbindung mit Christus, dem Hohenpriester. Die Priester wurden dazu aufgerufen, sich täglich enger mit ihm zu vereinen und ihr Leben als Opfergabe zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen darzubringen. Diese Hingabe bildet das Herz ihres Dienstes.
Die Feier mündete in die Bitte des Erzbischofs an die versammelte Gemeinde, für ihn und alle Priester zu beten. Damit wurde deutlich: Der priesterliche Dienst ist getragen vom Gebet der Gemeinschaft. Nur gemeinsam kann die Kirche ihren Auftrag erfüllen, die Menschen auf ihrem Weg zu Gott zu begleiten und ihnen den Zugang zu seinem Reich zu eröffnen.
